Wasser, Wellen, Wind


Sehen und Fotografieren an der Nord- und Ostseeküste




An der Nordsee:
Die Insel Amrum - unter dem Aspekt der Naturbeobachtung und der Naturfotografie.
 

In Reiseführern findet man sicherlich Informationen über die Ortschaften, über die Menschen auf Amrum, über den Tourismus, über das Klima, vielleicht auch über die Natur, soweit sie das Verhältnis von Nordsee und Land betrifft, mit den Tiden, den Wasserständen, den Jahreszeiten und vieles ähnliche mehr.
Fotografisch lockt die Insel vor allem mit der vielfältigen Vogelwelt und mit den wunderbaren Landschafts- und Stilleben-Motiven am Strand, in den Dünen, an den Dünenseen. Und ganz besonders groß ist die Verlockung in den Monaten des Frühjahrs und des Herbstes, wenn der Vogelzug die Vielzahl der Motive erhöht.
März ist nicht unbedingt derjenige Monat, der sich besonders anbietet, es ist ein wenig zu früh: der Vogelzug ist noch nicht auf dem Höhepunkt, die brütenden Vögel haben noch keinen Nachwuchs. Dafür ist die Insel noch verhältnismäßig ruhig. Der Tourismus ist noch vom Höhepunkt entfernt.

Wenn man nicht das Glück hat, auf der Insel dauerhaft wohnen zu können, hängt es von der Großwetterlage ab, welche Motive sich in dem Zeitraum des Aufenthalts bieten.
Fotografieren schult das Sehen, die visuelle Wahrnehmung. Sonne oder bedeckter Himmel, es ist nicht nur eine Frage des grauen oder blauen Himmels, wie die Insel, wie der Strand, wie das Wasser aussehen. Reflexionen und Schattenwürfe wirken vielleicht stärker als an anderen Orten und leiten den Fotografen bei der Entscheidung, ob Farben oder eher Schwarz-Weiß-Aufnahmen sich anbieten.

Strand mit Wasser im Sandbereich bei Gegenlicht, Sonne im Bild einbezogen
  1. Am Strand - die Nordseeküste



Die Sonne bestimmt auch über die Brennweite. Weitwinkel? Ja, wenn es Riffelungen im Sand und Reflexe in Wasserflecken im Strandbereich gibt. Dann wird das Weitwinkel nicht für einen breiten horizontalen Bildwinkel genutzt, sondern für die Vertikale.

Die Sonne bei Gegenlichtaufnahmen einbeziehen oder den Akzent auf die Strukturen und Muster im Boden zu legen - das ergibt unterschiedliche Wirkungen, die beide ihren besonderen Reiz haben.

Strand mit Wasser im Sandbereich im Gegenlicht


2. Im Sand - Muscheln, Strandgut, Tang


Der aufmerksame Blick sucht auch die Nähe ab. Kleinere und größere Funde   im Sand wechseln einander ab. Skurrile Formen
lassen Assoziationen aufkommen.

Fragment einer Austernschale im Sand
Weisse Duene - Rand mit welligem Schatten,

3. Weiße Dünen


Sonnenlicht ist günstig, denn durch Schattenwürfe der Vegetation oder der Sand-Reliefformen gewinnt das Bild an Plastizität und Klarheit der Formensprache. Das gilt zu nahezu jeder Tageszeit. Das Licht der niedriger stehenden Sonne läßt des Relief deutlicher hervortreten.












4. Braune Dünen und Dünenseen


Wanderungen auf den Bohlenwegen oder auf den einzelnen freigegebenen Pfaden und Wegen durch die Dünen und entlang der Dünenseen verlangen einen anderen Blick. Wie auf dem Binnenland stehen hier Landschaftseindrücke im Vordergrund (für den Fotografen Landschaftsaufnahmen), doch viele besondere Details lassen sich bei aufmerksamem Blick finden. 

Braune Dünen mit Bohlenweg

Die empfindlichen Braunen Dünen dürfen nur auf Bohlenwegen überquert werden.

Braune Dünen mit Dünensee unmittelbar hinter dem Strand

Dünenseen - ein Teil der Landschafts-Staffelung vor dem Strand.

Strandabschnitt mit Blick auf die Südspitze der Insel Sylt

5. Vogelwelten


Für viele naturinteressierte Menschen - und für viele Naturfotografen im Besonderen - ist es die große Zahl der vielen unterschiedlichen Vögel, die den Wunsch nach einem Besuch auf der Insel vor allem bestimmt haben.

Überwältigend ist oft die riesige Zahl an Gänsen. Daneben sind zahlreiche verschiedene Arten in weniger großer Anzahl zu finden.

Aufmerksam die Umgebung beobachtende Weißwangengans am Rand einer Gruppe von Tieen.

Gänse sind überaus wachsame Tiere und zeigen ausgeprägtes Sozialverhalten. Sucht eine Schar nach Nahrung, übernehmen einige Tiere die Aufgabe, für die Sicherheit zu sorgen. Sie stehen am Rand der Gruppe und beobachten sorgsam die Umgebung. 

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